Wirte unsterstützen die Prävention – Safety For Free Berlin – das Konzept

Wirkungsvolle Prävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Wenn Prävention von HIV/Hepatitiden und sexuell übertragbaren Krankheiten (STI) nachhaltig wirksam sein soll, müssen alle Beteiligten daran mitarbeiten. Das ist keine Solovorstellung eines Präventionsteams.

Wichtige Partner sind hier die Betreiber und das Barpersonal von Szeneclubs und Sexparties. Diese sind in direktem Kontakt mit den Gästen und oft auch Ansprechpartner an der Theke, wenn es um Präventionsthemen geht. Durch ihre Angebote ermöglichen sie teilweise auch, Sex an Ort und Stelle zu haben und sie haben den direkten Draht zum Gast, sozusagen das „Ohr an der Szene“, die wir mit unserer Arbeit erreichen wollen.

Somit sind Wirte, Veranstalter und Barpersonal ein wichtiger Partner in der Prävention.

Layout 1Die Deutsche AIDS-Hilfe bietet schon seit Jahren bundesweite Wirtetreffen an, in denen Präventionthemen besprochen und Zusammenarbeit erörtert wird. Aus diesen Treffen ist die „freiwillige Selbstverpflichtung der Wirte“ hervorgegangen. In Berlin ist sie im Rahmen von „Safety For Free“ umgesetzt worden.

Was ist Safety For Free?
safety4free ist eine freiwillige Selbstverpflichtung von Berliner Wirten und Betreibern, die, in Partnerschaft mit manCheck, erarbeitet wurde. Sie ist der sichtbare, verantwortungsvolle Ausdruck der schwulen Unternehmen gegenüber den Risiken von HIv und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Wir machen uns stark für die Gesundheit unserer Gäste – safety4free ist ein Zeichen dafür, dass sich die Partner freiwillig verpflichtet haben, Männer beim Safer Sex zu unterstützen. safety4free soll ein Markenzeichen für Betriebe werden, die ihren Gästen besondere Services anbieten und ein Zeichen für die Gäste sein, dass die Clubs sich in besonderem Maße auch um ihre Gesundheit kümmern.

Berliner Wirte unterstützen Ihre Gäste bei Safer Sex. Wie?
Sie geben nicht nur Kondome, Gleitgel und ggfs. Latexhandschuhe in angemes-sener Menge kostenlos ab, sondern halten auch Informationen zu sexuell übertagbaren Krankheiten sowie HIV/ AIDS kostenlos und gut sichtbar bereit. Darüber hinaus lassen Sie Info-Aktionen von manCheck zu und Vieles mehr

Vorteile für die Gäste
Die an SafetyForFree teilnehmenden Betriebe unterstützen sie grundsätzlich bei der Umsetzung von Safer Sex. Dafür halten Sie besondere Services in Zusammenarbeit mit manCheck bereit:

  • Greifbar04Kondome, Gleitmittel und ggf. Latexhandschuhe in gebrauchsüblichen Mengen kostenlos.
  • Informationsmaterial zu den Themen Männer, Sex, Gesundheit kostenlos in manCheck-Infodisplays.
  • Das Personal hat an der Theke eine „erste Hilfe Liste“ mit Beratungs- und Notfalleinrichtungen in Berlin und kann erste Informationen geben.
  • manCheck führt ab und zu Infoaktionen in den teilnehmenden Betrieben durch.

Vorteile für die Betreiber
Mit der Teilnahme an SafetyForFree haben sie die Möglichkeit, denGästen einen besonderen Service zu bieten und so zu zeigen, dass ihnen ihre Gäste wichtig sind. Wirte unterstützten sie dabei, ihre sexuellen Vorlieben so ausleben zu können, dass sie dabei ihre Gesundheit möglichst wenig riskieren. Und wir unterstützt manCheck die Wirte. Sie erreichen sie gleichzeitig einen Imagegewinn und können damit Werbung machen:

Was Ist das Ziel? Das Ziel der Betriebe ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der es Männern leicht gemacht wird Safer Sex zu praktizieren und ihre Lust mit geringem Gesundheitsrisiko auszuleben.

Was müssen Wirte dafür tun? In einem Partnerschaftsvertrag zwischen den Wirten und manCheck werden Minimalstandards vereinbart, die an Orten, an denen Sex stattfindet, eingehalten werden sollen bezüglich

  • Verteilung und Zugang zu Kondomen, Gleitmitteln etc.
  • Zugang zu Informationsmaterial zu HIV/Hepatitiden und sexuell übertragbaren  Krankheiten – wir liefern sie Dir kostenlos
  • Ausbildung des Personals durch manCheck
  • Aufmerksamkeit des Personals bezüglich sexueller Gesundheit, Drogen- und Alkoholproblemen – manCheck liefert eine Liste mit Anlaufstellen und Rufnummern

Die Kooperation konkret:
Clubbetreiber können freiwillig an der Weiterentwicklung von safety4free mitarbeiten und die Standards bei Bedarf anpassen. Betreiber können Trainings für ihr Personal anfordern. Teilnehmende Clubs erklären sich damit einverstanden, safety4free voranzutreiben und unterzeichnen einen Partnerschaftsvertrag.
Teilnehmende Betriebe achten eigenständig darauf, dass die Standards kontinuierlich eingehalten werden. Dafür erhält der Betrieb Material, bestehend aus:

–         safetyforfree-kampagneEinem SafetyForFree-Vertrag,
–         Logo für die Website oder Werbeanzeigen,
–         A2 Poster
–         Aufkleber für die Tür und die Kondomspender
–         ein Zertifikat
–         Anleitungen für das Personal

manCheck empfiehlt, das safety4free Logo in allen Anzeigen zu platzieren, damit der zusätzliche Service den Gästen deutlich wird und die Kampagne einen maximalen Effekt erzielt.

Unsterstützung durch manCheck
manCheck unterstützt die Teilnehmenden besonders dabei, die Standards umzusetzen und partnerschaftlich weiter zu entwickeln. Das Ziel von safety for free ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der es Männern leicht gemacht wird, safer Sex zu praktizieren und ihre Lust mit einem geringst möglichen Risiko für ihre Gesundheit auszuleben. manCheck unterstützt die Betriebe indem wir

–         Informationsmaterialien auslegen
–         bei der Bereitstellung von Kondomen, Gleitgel und ggfs. Gumminhandschuhen
helfen
–         Wirtetreffen organisieren
–         Informationsaktionen zu safer Sex in den Betrieben anbieten
–         safety for free in den Medien aktiv bewerben

Erfolg
Bisher arbeiten 22 von 46 Betrieben, in denen Sex vor Ort möglich ist und vier Partyveranstalter, die Sexparties anbieten, mit. Die Kooperation wird behutsam ausgebaut, da sie personellen und finanziellen Ressourcen von manCheck begrenzt sind. Es ist zudem nicht immer einfach, die Betreiber vom Nutzen der Kooperation für sie zu überzeugen. Für einige ist es auch eine Hürde, dass sie die Kosten für die Kondome, Gleitgels und Handschuhe selbst tragen und natürlich auch die Stunden, die das Personal auf die Fortbildungen geht.

Einige legen jedoch ein sehr großes Engagement an den Tag. Das sind: